Was ist eigentlich eine Demokratie?

In Deutschland herrscht Demokratie. Aber was ist eine Demokratie eigentlich? Was macht sie aus? Mit diesem Artikel erklären wir die Grundlagen der Demokratie und welche Formen es davon gibt.

 

Das Wort ‘Demokratie’ stammt vom Griechischen und bedeutet frei übersetzt: ‘Herrschaft des Staatsvolkes’ und bezeichnet Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme – in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen. In der Theorie klingt das simpel. In der Praxis jedoch ist dies viel komplizierter.

 

Die verschiedenen Demokratieformen und was sie bedeuten

 

Demokratie lässt sich in verschiedene Kategorien aufteilen. Als wandelbare Herrschaftsform haben sich in der Geschichte viele verschiedene Unterarten entwickelt. Bei der direkten Demokratie nimmt das Volk unmittelbar und unvertretbar durch Abstimmungen über Sachfragen am Staatsgeschehen teil. Das ausgeprägteste System eines diesen besteht in der Schweiz. Darüberhinaus gibt es noch die repräsentative Demokratie und die Demarchie.

 

Die repräsentative Demokratie

 

Die repräsentative Demokratie lässt das Volk über einen sogenannten Volksvertreter abstimmen. Der Repräsentant verfügt in einem begrenzten Zeitraum über die Machtausübung des Organs. Nach dieser Zeit, wird ein neuer Vertreter gewählt. Die Periode verfügt im Normalfall über mehrere Jahre, typischerweise zwischen 4-8 Jahre, je nach Ursprungsland. Das Volk wird so nicht nur in gesetzgebenden Organen, sondern auch in gesetzausführenden Organen repräsentiert. Letztere werden auch zwischendurch nicht direkt vom Volk, sondern deren Vertretern gewählt.

 

Die Demarchie

 

In einer Demarchie werden Volksvertreter nicht direkt gewählt, sondern zufällig ermittelt. Dieses System hat seine Vor- und Nachteile. Beispielsweise wird so die Korruption bei Wahlkämpfern reduziert, aber auf der anderen Seite, kann es auch dazu führen, dass jemand mit geringer politischer Erfahrung oder Interessenvielfalt ins Amt gewählt wird. So wird z.B. in den U.S.A. eine Gerichtsjury nach genau diesem Prinzip ausgewählt; die sogenannten Geschworenengerichte.
Diese Form der Demokratie kann des weiteren auch schnell zu Chaos führen, da zufällige Volksvertreter schnell überfordert und oft auch ratlos sein können. Stellen Sie sich vor dass eine Jury sich mit dem Thema Allergien auseinandersetzen muss, aber prinzipiell nicht genug Wissen zu dem Thema haben. Natürlich können diese sich vor oder während eines Prozesses vorbereiten, wie z.B. hier mehr über das Thema gelesen werden kann, aber trotzdem bleibt der Laienstatus oftmals merklich bestehen – was auch das Urteilsvermögen beeinflussen kann.

Die Vorteile einer Demokratie

 

Natürlich sind die Vorteile hier offensichtlich; das Volk entscheidet für sich selbst. In der Theorie klingt das ziemlich simpel und fair. In der Praxis ist das jedoch sehr kompliziert. Gerade bei Wahlkämpfen kann es durchaus zur Korruption führen, ohne dass der Wähler es bemerkt.

Des Weiteren kann ein Volk durch empfindliche oder komplizierte Themen schnell gespalten werden, was schon den einen oder anderen Konflikt ausgelöst hat.

Im Großen und Ganzen jedoch ist und bleibt die Demokratie die sozialste Regierungsform, da hier jeder mitentscheidet. Was denken Sie über die Demokratie?